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Bourbon

Bourbon ist eine edle Sorte des Arabica-Kaffees. Während bei den meisten Kaffeesorten die reifen Kaffeekirschen rot sind, gibt es bei Bourbon-Kaffee zwei Varianten: Die Kirschen der Bourbon Vermelho Kaffeepflanzen, die auf der Insel Réunion (Bourbon) angebaut werden, sind rot – die Kirschen der in Brasilien angebauten Bourbon Amarello dagegen gelb. Das kommt daher, dass die Kaffeepflanze in Brasilien mit einer einheimischen gelben Art gekreuzt wurde. Die gelben Kirschen dieses Bourbon-Kaffees zeichnen sich durch mehr Süße und eine frühe Reife aus.

Woher kommt Bourbon-Kaffee?

Ursprünglich kommt Bourbon-Kaffee aus dem Jemen. Königliche Botaniker aus Frankreich bauten ihn auf der Insel Bourbon an. Von dieser Insel, die seit der Französischen Revolution allerdings La Réunion heißt, hat der Bourbon-Kaffee auch seinen Namen. Nach einem Umweg über Französisch-Guayana wurde die Kaffeepflanze schließlich nach Brasilien eingeführt. Dort wird der Bourbon-Kaffee bis heute angebaut, seltener ist die Sorte auch in Kenia zu finden. Am besten wächst Bourbon auf Höhen von 1100 bis 2000 m. Insbesondere im Südosten Brasiliens, speziell in der Region Santos, wird der edle Kaffee angebaut. Dort bieten die mineralhaltigen Böden vulkanischer Berghänge und ein ausgeglichenes Klima die für ihn besten Bedingungen.

Wie schmeckt Bourbon-Kaffee?

Bourbon hat eine sehr geringe, ausgewogene Säure – was nicht nur seinen Geschmack prägt, sondern ihn auch sehr bekömmlich macht. Der Kaffee zeichnet sich außerdem durch eine fein ausgeprägte, leicht nussige Geschmacksnote aus. Oft hat Bourbon auch eine fruchtige Note und typischerweise eine angenehme natürliche Süße. Das macht ihn z.B. zu einer guten Wahl für Kaffeetrinker, die auf Zucker in ihrem Getränk verzichten möchten.

Wie wird Bourbon geerntet und verarbeitet?

Bourbon-Kaffee wird in der Regel von Hand geerntet oder vom Baum geschüttelt. Denn meist wächst er an Hängen, die unzugänglich für Maschinen sind. Die reifen Kirschen werden dann beispielsweise mithilfe von Tüchern aufgefangen und gesammelt, damit sie nicht auf den Boden fallen und beginnen zu fermentieren. Daraufhin kommen die Kaffeekirschen in Sortieranlagen, wo sie auch gereinigt werden. Ein sogenannter Pulper entfernt meist nur einen Teil des Fruchtfleischs und die so behandelten Kirschen werden auf großen Terrassen natürlich durch das Sonnenlicht getrocknet. Diese sogenannte Pulped-Natural-Methode zeichnet sich dadurch aus, dass die Reste des an der Bohne verbleibenden Fruchtfleischs am Trocknungsprozess der Kaffeebohnen beteiligt sind. Sie geben während des Trocknens Zucker an die Bohnen ab, wodurch sich die zusätzlichen süßen Aromen herausbilden, die für die Sorte Bourbon so typisch sind.